| Leverkusen (May 23,
2003)
Der Bayer-Konzern weist das in einem Artikel der "New York Times"
unterstellte
Fehlverhalten beim Vertrieb von verunreinigten Blutplasma-Produkten Mitte der
80er Jahre
zurück. Die Entscheidungen der damaligen US-Tochter Cutter - wie auch der
anderen
Anbieter solcher Produkte - basierten auf den vor knapp 20 Jahren verfügbaren
besten
wissenschaftlichen Erkenntnissen sowie dem Stand der Technik und standen im
Einklang
mit den damals gültigen Vorschriften. Sie dürfen deshalb nicht rückblickend mit
dem
heutigen Wissensstand beurteilt werden.
Nachdem damals festgestellt worden war, dass das HIV-Virus durch diese
Blutermedikamente
übertragen werden konnte, wurde ein neues Verfahren entwickelt, bei dem das
Virus durch Erhitzung
abgetötet wurde. Allerdings herrschte bei den Unternehmen, bei
Wissenschaftlern, Ärzten,
Hämophilieverbänden und Patienten zunächst noch Skepsis, ob durch die
Wärmebehandlung nicht
auch die Wirksamkeit des Medikaments verringert worden sei. Als diese Sorge
ausgeräumt war und
die US-Behörden dem Vertrieb zustimmten, wandte Cutter das neue Verfahren an.
Bis zu diesem
Zeitpunkt konnte die Produktion der unbehandelten Medikamente aber trotz aller
Risiken nicht
eingestellt werden, denn die Präparate waren für die Patienten lebenswichtig.
Ihre Herstellung wurde
dann im August 1984 beendet und ab Juni 1985 wurden nur noch wärmebehandelte
Präparate
vertrieben.
Der in dem Zeitungsbericht kritisierte Umstand, dass unbehandelte Medikamente
in einigen Staaten
außerhalb der USA noch angeboten wurden, während am US-Markt nur noch die neue
Variante
vertrieben wurde, hängt mit den Zulassungsverfahren der lokalen Behörden
zusammen. Vorher durften
die Unternehmen ihre behandelten Medikamente dort nicht anbieten, mussten aber
gleichzeitig für
eine ununterbrochene Versorgung der Hämophilie-Patienten Sorge tragen.
Bayer weist deshalb Vorwürfe, bewusst in einigen Ländern Patienten dem Risiko
einer HIV-Infektion
ausgesetzt zu haben, mit Nachdruck zurück. Das Unternehmen hat zu jeder Zeit
verantwortlich,
ethisch und human gehandelt. Die Infektion einzelner Bluter war eine tragische
Entwicklung, die
jedoch auch rückblickend nicht zu vermeiden gewesen wäre.
Der Bayer-Konzern hat in den vergangenen Jahren immer wieder sein größtes
Bedauern und sein
Mitgefühl gegenüber den erkrankten Hämophilie-Patienten und ihren Angehörigen
ausgesprochen und
sich in den in verschiedenen Ländern, in denen es zu finanziellen
Entschädigungsregelungen
gekommen ist, an den Zahlungen beteiligt, um den Opfern zu helfen.
Forward-Looking Statements This news release contains forward-looking statements based on current assumptions
and forecasts made by Bayer Group management. Various known and unknown risks, uncertainties, and other factors could lead to material
differences between the actual future results, financial situation, development or performance of the company, and the estimates given
here. These factors include those discussed in our public reports filed with the Frankfurt Stock Exchange and with the U.S. Securities
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The company assumes no liability whatsoever to update these forward-looking statements
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Contact:
Tricia McKernan Bayer Biological Products +1-(0)919/316-6316 E-mail: tricia.mckernan.b@bayer.com
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